Z

Zeichnung
Ein Holzbild mit unterschiedlichen Farben, wie z. B. bei Zebrano oder mit unterschiedlich farbigen Strukturen wie bei Wenge (siehe auch: Streifer, Struktur).

Zelle
Holz besteht aus Zellen. Jede dieser Zellen besitzt eine Zellwand und einen Zellraum. Zellgruppen gleicher Art werden als Gewebe bezeichnet. Nadelholz besteht überwiegend aus Faserzellen (Tracheiden) und aus Speicherzellen (Parenchymzellen).

Zellkollaps
Durch kollabierende Zellen stark verformtes und im Extremfall durch Bildung breiter, wabenförmiger Innenrisse wertlos gewordenes Holz, häufig kenntlich an unregelmäßig eingefallenen, bisweilen waschbrettartiger Oberfläche und erheblichen Querschnittsverzerrungen. Als Hauptursache werden extreme kapillare Zugkräfte des flüssigen Wassers angenommen, die bei zu scharfer Trocknung des noch nassen Holzes (über Fasersättigung) auftreten. Kollapsgefährdet sind vor allem bestimmte Laubhölzer (z.B. Eiche, Buche, Eukalyptus, Hickory und zahlreiche Tropenhölzer).

Zerstreutporigkeit
Im Querschnitt ohne deutliche Zonierung durch Poren, weil diese gleichmäßig verteilt sind; Längsschnitte ohne durch Poren bedingte Strukturbilder, wie Poren-Fladern oder Poren-Streifer (siehe auch: Fladern, Streifer, Ringporigkeit).

Zugholz
Anormales, den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussendes Holzgewebe, tritt auf dem Stammquerschnitt einseitig in etwa halbringförmigen Schichten auf. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitige äußere Einwirkungen (z.B. Schiefstellung am Hang, Wind, Schnee).

Zusammensetzung des Holzes
Die Hauptbestandteile sind Cellulose, Hemicellulosen und Lignin, aus denen die Zellwände aufgebaut sind. Dazu kommen wechselnde Mengen Holzinhaltsstoffe (Harze, Gerbstoffe, aromatische Verbindungen, Proteine anorganische Bestandteile u.a.).

Zuwachsrate
Die relative Geschwindigkeit des Dickenwachstums eines Baumes; üblicherweise als Anzahl der Jahrringe pro Zentimeter angegeben.

Zuwachszonen
Klimatisch bedingte und sich wiederholende Unterschiede in der Struktur und Färbung, die auf Querschnitten zu ringförmigen Zonen und auf Längsschnitten zu Streifen bzw. Fladern führen. Entstehen die Zuwachszonen jährlich, so werden sie auch als Jahrringe bezeichnet, wie z.B. bei Lärche und Teak (siehe auch: Farbstreifen, Frühholz, Spätholz).

Zwischenkern
Ein artbedingter, mehrere Zentimeter breiter Ring zwischen Kern und Splint, der heller und weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall als das Kernholz ist.

Zwieseltextur
Beim Längsschnitt (Messern) durch einen Baumzwiesel (Gabelwuchs) in der Ebene der beiden Gabeln erhält man wertvolle Pyramidenfurniere mit sehr interessanter Textur.